PKV Krankenkassen Vergleich PKV Vergleich PKV Krankenkassen

Private Krankenversicherung Fragen zum PKV Wechsel

FAQ Private Krankenversicherung - wichtige Fragen

1. Wo werden meine Kinder Neugeborene versichert?

Grundsätzlich ist die Krankenversicherung Kind bei Verheirateten immer beim Höherverdienenden..Bei Nichtverheirateten besteht grundsätzlich die beitragsfreie Möglichkeit der Familienversicherung bei der Mutter. Ist ein Elternteil selbständig und verdient unter der Beitragspflichtgrenze, finden Sie unter folgender Aufstellung eine genaue Übersicht, bei wem Kinder zu versichern sind.

Genau geregelt ist die Versicherungspflicht von Kindern im Sozialgesetzbuch (SGB V) §10 Familienversicherung.

Nachfolgend einige Beispiele:

  1. Ehepaar: Mann verdient 50.000,- €, Frau verdient 20.000,- €. Der Mann ist privat, die Frau gesetzlich versichert, die Kinder sind gegen einen zusätzlichen Betrag zu versichern; dabei kann gewählt werden, ob die Kinder freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse oder aber, was in der Regel sinnvoller ist, privat versichert werden. Zu dem Beitrag für Kinder zahlt der Arbeitgeber bis zu den Höchstsätzen der GKV einen Zuschuß.
  2. Frau versicherungspflichtig angestellt mit 30.000,- €, Mann selbständig mit 35.000,- € (unter BBG). Hier kann das Kind in der Familienversicherung der Frau beitragsfrei mitversichert werden.
  3. Beide Ehepartner sind angestellt. Die Frau verdient 55.000,- € und ist gesetzlich versichert. Der Mann verdient 50.000,- € und ist privat versichert. Für Kinder kann hier die Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse beitragsfrei in Anspruch genommen werden.

2. Wie entwickeln sich die Beiträge?

Dies ist nicht vorherbestimmt und hängt nicht vom tatächlichen erreichten Alter oder dem aktuellen Gesundheitszustand des Versicherten ab. Auch die private Krankenversicherung wird wie viele andere Dinge im Laufe der Zeit teurer. Die Ursachen liegen in den Kostensteigerungen im Gesundheitswesen (höhere Löhne, bessere und teurere Behandlungsmöglichkeiten) und in einer immer älter werdenden Bevölkerung (höhere Lebenserwartung). Die private Krankenversicherung nutzt mehrere Optionen, um die Beitragssteigerungen gering zu halten:

Sie bildet Rückstellungen (RfB genannt) aus den Beiträgen, die in jungen Jahren die durchschnittlichen Kosten übersteigen.

Zusätzlich 10% gesetzlicher Zuschlag die einen nominalen Beitragsanstieg ab 65 Jahren ausschließen soll (seit 1.1.2000). Diese 10% entfallen ab dem 60. Lebensjahr. Zusätzlich kann der Versicherte schon bei Abschluß der PKV oder während der Laufzeit mit einigen Versicherungsunternehmen eine Beitragsreduktion ab 65 Jahren (oder später) vereinbaren.

Ab voraussichtlich 01.01.2009 wird ein Basistarif in der Privaten Krankenversicherung eingeführt.

3. Können die Beiträge nachträglich wegen neu hinzukommender oder chronisch verlaufender Krankheit erhöht werden?

Nein, denn ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vertrag zustandegekommen ist, trägt die private Krankenversicherung das Risiko von Verschlechterungen des Gesundheitszustandes, sei es durch akut auftretende Unfälle/Krankheiten oder schon seit längerem vorhandene Krankheiten, die erst nach dem Abschluß des Vertrages bekannt, d.h. diagnostiziert werden.

Grundsätzlich ist zu beachten, die Fragen der Krankenversicherungsgesellschaft zur Gesundheit möglichst ausführlich und vollständig zu beantworten, um möglicherweise Probleme nach dem Vertragsabschluß zu verhindern. D.h., wenn der PKV sämtliche Vorerkrankungen und Krankheitsverläufe vor Abschluß des Vertrages bekannt sind, kann er auf keinen Fall bei erneutem Eintreten der Erkrankung oder auch bei neuen Erkrankungen die Beiträge nicht erhöhen oder den Vertrag aufgrund schlechten Schadensverlaufs Kündigen, wie bei Sachversicherungen üblich. In den allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) verzichten alle Krankenversicherer grundsätzlich auf ihr ordentliches Kündigungsrecht bei der Krankenkostenvollversicherung.

4. Wie finde ich die für mich beste Private Krankenversicherung und Tarife?

Dies hängt von einigen Fragestellungen, die jeder, der sich privat versichern will, im Vorfeld klären sollte und einen PKV Vergleich erstellen:

Warum will ich die Versicherung wechseln; geht es darum, niedrigere Beiträge zu zahlen, spielt das Leistungsangebot für mich eine Rolle oder trifft beides für mich zu.

Neben dem Produktranking für einen optimal angepaßten Tarif und Versicherungsschutz ist es wichtig, sich anhand eines Unternehmensrankings über die verschiedenen Unternehmen zu informieren. Die Unternehmenskennzahlen zeigen, bei welcher Gesellschaft Stabilität und Solidität der Krankenversicherung über längere Zeiträume gewährleistet sind und auch, welche Versicherung gegebene Leistungsversprechen schnell und unbürokratisch einlöst. Denn nicht immer ist die billigste PKV auch die langfristig beste Wahl.

Auch die Tarifpolitik einer Privaten Krankenversicherung spielt eine Rolle: Hat die Gesellschaft über Jahre hinweg dieselbe Gruppe von Tarifen oder werden immer wieder neue Tarife auf den Markt gebracht, um mit verlockenden Angeboten neue Kunden zu gewinnen? Eine klare und konstante Tarifpolitik zeigt, daß das Tarifsystem durchdacht ist und gut funktioniert. Es kann sein, daß eine Gesellschaft, die viele neue Tarife auf den Markt bringt, die Kosten für günstige Tarifangebote für Neukunden auf die Bestandskunden über starke Beitragsanpassungen abwälzt.

Wie lange ist die Krankenversicherung bereits am Markt? Die Beiträge von langfristigig am Markt bestehenden Tarifen geben mehr Auskunft über die langfristige Entwicklung der Beiträge einer Gesellschaft, denn es gibt auch schon eine Durchmischung von jungen und alten Versicherten, was ein gemischtes Versichertenrisiko darstellt. Und eine Vorstellung, wohin sich die Beiträge langfristig entwickeln werden.

Bei den Bilanzkennzahlen ist vor allem der Prozentsatz der Alterungsrückstellung von den Beitragseinnahmen ein wichtiges Kriterium für den Vergleich. Ebenso die erwirtschaftete Kapitalrendite sowie die Schadens- und auch die Leistungsquote.

5. Wann ist eine Selbstbeteiligung sinnvoll?

Selbstbeteiligungen in der PKV sind grundsätzlich beitragsreduzierend. Ob eine Selbstbeteiligung sinnvoll ist, hängt selbstverständlich von der individuellen Situation ab.

Es ist zu prüfen, wie hoch die Beitragsreduktion im Verhältnis zur hinzukommenden Selbstbeteiligung ist. Angestellte müssen ihren Eigenanteil vollständig selbst bezahlen. Der Arbeitgeber profitiert von den reduzierten Kosten für die Krankenversicherung und der Arbeitnehmer trägt die Kosten für die Selbstbeteiligung alleine. Eine Selbstbeteiligung ist für Angestellte nur dann sinnvoll, wenn sie mit dem Arbeitgeber eine entsprechende Vereinbarung treffen.

6. Wie komme ich später wieder zurück in die GKV?

Der Wechsel zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung ist durch das Gesetz geregelt. Im Falle einer Unterschreitung der Beitragsbemessungsgrenze (2007: 47.700,- € Brutto) wird man als Arbeitnehmer vom Gesetzgeber gezwungen, wieder in die gesetzliche Krankenversicherung einzutreten.

Ausnahme: die Beitragsbemessungsgrenze wird während des bestehenden Beschäftigungsverhältnisses ohne Änderung des Arbeitsvertrages höher angesetzt. Dann besteht die Möglichkeit, sich innerhalb von 3 Monaten von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Dies gilt dann aber nur für dieses Beschäftigungsverhältnis. Bei Wechsel des Arbeitgebers kann die Befreiung von der Versicherungspflicht wieder neu beantragt werden.

Tritt der Fall ein, daß man als PKV Versicherter arbeitslos wird, ist man verpflichtet, sich gesetzlich zu versichern. War man bereits mind. 5 Jahre privat versichert, kann man sich von der Versicherungspflicht befreien lassen. In diesem Fall zahlt dann das Arbeitsamt die Beiträge für die private Krankenversicherung.

Sie haben die Möglichkeit, das private Vertragsverhältnis während der Arbeitslosigkeit weiterbestehen zu lassen: es wird für diesen Zeitraum ausgesetzt, und Sie erhalten sich die von Ihnen bis dahin gebildeten Altersdeckungsrückstellungen.

Auch bei Unterschreiten der Beitragsbemessungsgrenze kann das Vertragsverhältnis durch Zahlung eines Anwartschaftsbeitrages aufrecht erhalten werden. Ob und wie lange dies im Einzelfall sinnvoll ist, kann dann nur in einer persönlichen Beratung geklärt werden.

7. Wann kann ich meine PKV kündigen?

Grundsätzlich unterscheidet man bei den privaten Krankenversicherungen 2 KündigungstermineEine 3-monatige Kündigungsfrist zum Ende des Kalenderjahres und eine 3-monatige Kündigungsfrist zum Ende des Versicherungsjahres. Für das Versicherungsjahr gilt der Beginn Ihrer privaten Versicherung. Die meisten Privaten Krankenversicherungen haben ihren Kündigungstermin zum Ende des Kalenderjahres.

Außerdem ist zu beachten, daß es bei den meisten privaten Krankenversicherungen Mindestvertragslaufzeiten von 1 bis 3 Jahren gibt. Bei manchen privaten Krankenversicherungen unterscheiden sich noch die Kündigungsfristen der Krankenkosten-voll- und der Krankentagegeldversicherung. So kann es bei einigen Krankenversicherern sein, daß die Krankenkosten-vollversicherung zum Jahreswechsel und die Krankentagegeldversicherung zum Ende des Versicherungsjahres kündbar ist.

Grundsätzlich besteht bei allen privaten Krankenversicherungen die Möglichkeit, bei jeder Beitragserhöhung die Versicherung außerordentlich zu kündigen. Eine genaue Übersicht der Gesellschaften und der Definition für die Vertragslaufzeit PKV finden Sie hier.

8. Sind die Beiträge in der PKV abhängig vom Einkommen?

Die Beitragskalkulation in der privaten Krankenversicherung richtet sich ausschließlich nach dem Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand bei Eintritt in die Versicherung und dem gewählten Leistungsumfang. Die Beiträge an sich sind demnach vom Einkommen vollkommen unabhängig. Das Einkommen wird nur bei der Berechnung des Tarifs für die Krankentagegeldversicherung berücksichtigt. Dies ist insofern sinnvoll, als das Krankentagegeld an das Einkommen angepaßt sein sollte; ein höherer Leistungsumfang wie z.B. höheres Krankentagegeld hat auch einen höheren Beitrag für die Krankentagegeldversicherung zur Folge. Ob Sie als Versicherte/r das Krankentagegeld an Ihr Einkommen anpassen wollen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.

9. Der Standardtarif für Senioren – was steckt dahinter?

Vollversicherte, die 65 Jahre oder älter und mindestens 10 Jahre privat krankenvollversichert waren, können den Standardtarif wählen. Seine Leistungen sind bei allen Unternehmen der privaten Krankenversicherung gleich und entsprechen den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Darüber hinaus können Ärzte frei gewählt werden. Der Versicherte bleibt Privatpatient beim Arzt. Der Beitrag für den Standardtarif darf nicht höher liegen als der durchschnittliche Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung. In der Regel liegt er darunter, besonders bei langer Mitgliedschaft.

Die Altersrückstellungen werden beim Wechsel in den Standardtarif voll angerechnet. Falls die Beiträge doch über die garantierte Grenze hinaus erhöht werden müssen, wird die Differenz von der gesamten Versichertengemeinschaft getragen. Der Standardtarif bietet zusätzliche Sicherheit im Alter. Die meisten PKV Versicherten lassen allerdings die bisherigen PKV- Tarife auch im Alter bestehen, wegen der besseren Leistungen.

10. Was wird von der Privatversicherung gezahlt, was nicht?

Für die Übernahme von Behandlungskosten durch Ihre private Krankenversicherung gilt grundsätzlich, daß die medizinische Notwendigkeit der Behandlung sowie das Bestehen eines Versicherungsschutzes für diesen Leistungsfall gegeben sind.

So ist beispielsweise für die Erstattung von Arzneimittelkosten erforderlich, daß eine ärztliche Verordnung vorliegt, d.h. ein Rezept zur Rechnungserstattung eingereicht wird. Grundsätzlich nicht erstattungsfähig sind alle Leistungen aus dem Wellness- und Nahrungsergänzungsmittelbereich, sowie Schönheits- und glaubensbedingte Operationen, die medizinisch nicht begründbar sind (Schönheitsoperationen aufgrund besonderer Umstände, wie z.B. Unfälle, Verbrennungen, etc., die medizinisch begründbar sind, werden in der Regel von den privaten Krankenversicherung übernommen).

11. Wie ist das Abrechnungsverfahren als Privatpatient? Muß ich die Rechnung "vorstrecken"?

Bei der privaten Krankenversicherung werden die Leistungen im Gegensatz zu der gesetzlichen Versicherung nach dem Kostenerstattungsprinzip abgerechnet. D.h. der Arzt schickt dem Patienten nach der Behandlung eine Rechnung, im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, bei der über die Versichertenkarte abgerechnet wird.

Für den ambulanten Bereich und Zahnbehandlungen gilt bei Privatversicherungen allgemein, daß der Arzt Ihnen eine Rechnung schickt, die Sie unbezahlt an die Krankenversicherung weiterleiten. Die Krankenversicherung erstattet Ihnen den Betrag, den Sie dann dem Arzt überweisen. Dieses Verfahren dauert in der Regel 2-3 Wochen. Dies ist auch der allgemein übliche Zeitraum für die Bezahlung von Arztrechnungen.
Die Erstattung der Rechnungen erfolgt noch innerhalb von 2 Jahren nach Rechnungsstellung. Es ist allerdings sinnvoll, wenn man Tarife mit einer Beitragsrücksrückerstattung abgeschlossen hat, die Rechnungen bis zum Ende des laufenden Kalenderjahres zu sammeln und dann zu entscheiden, ob man diese einreicht oder die Beitragsrückerstattung im folgenden Jahr, meist in den Sommermonaten erhält. Für den Erhalt der Beitragsrückerstattung hat man i.d.R. bis zum Ende März des Folgejahres Zeit , die Rechnungen vom Vorjahr einzureichen. Wenn die PKV Gesellschaft bis dahin keine Rechnungen vom Vorjahr erhalten hat, wird die Beitragsrückerstattung ausgezahlt.

12. Wie hoch sind die Beiträge im Rentenalter?

Gesetzlich und privat krankenversicherte Rentner müssen Beiträge bezahlen. Bei den gesetzlich versicherten Rentnern bemißt sich der Beitragssatz nach den gesetzlichen Rentenbezügen sowie sonstigen Einkünften. Bei den freiwillig versicherten Rentnern betrifft dies sowohl alle betrieblichen Renteneinkünfte als auch alle sonstigen Einkünfte wie Zins-, Mieteinnahmen und laufende Zahlungen aus Altersversorgungen.

Der Beitrag der Rentner ist auf den durchschnittlichen Höchstsatz der gesetzlichen Krankenversicherungen begrenzt. Als Krankenversicherungszuschuß wird von dem gesetzlichen Rentenversicherungsträger die Hälfte des durchschnittlichen Satzes mal der gesetzlichen Rente gezahlt. Dieser Zuschuß gilt sowohl für gesetzlich wie auch privat versicherte Rentner.

Wer z.B. ein Altersruhegeld in Höhe von 2000,- € bekommt, erhält dann vom gesetzlichen Rentenversicherungsträger einen Beitragszuschuß in Höhe von 6,45 %, d.h. 129,- €.

Privatversicherte können bereits während der Berufstätigkeitszeit zusätzlich eine Beitragsreduktion in Form eines Beitragssicherungsprogramms für das Rentenalter (ab 65 Jahre) vereinbaren. Der Gesetzgeber hat die privaten Krankenversicherungen verpflichtet, einen Standardtarif einzuführen, der dem Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherungen entspricht und maximal den Höchstsatz der gesetzlichen Krankenversicherungen kosten darf. Jeder privat Versicherte hat auf diesen Standardtarif Anspruch, falls er mit 65 Jahren länger als 10 Jahre privat versichert war, d.h. spätestens mit 55 Jahren in die private Versicherung eingetreten ist.

Wichtig ist, daß ein privat Versicherter, der in diesen Standardtarif wechselt, seine bis dahin gebildete Altersrückstellung mit in den Standardtarif nimmt und dadurch nur einen reduzierten Beitrag bezahlen muß.

Dadurch, daß der Standardtarif in der privaten Versicherung nicht mehr als der durchschnittliche Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung kosten darf, ist sichergestellt, daß eine Beitragsobergrenze für die privat Versicherten im Alter nicht überschritten wird.

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