PKV Krankenkassen Vergleich PKV Vergleich PKV Krankenkassen

Systemunterschiede zwischen GKV und PKV

Die Systemunterschiede zwischen Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung

Gesetzliche - GKV

Private - PKV

Leistungserbringung

Sachleistungsprinzip

Kostenerstattungsprinzip

Der Versicherte erhält eine Sachleistung (Naturalleistung), auf die er keinen Einfluß hat, da er die Leistung nicht direkt dem Leistungserbringer (z.B. Arzt) bezahlt. Der Arzt rechnet über seine Standesvertetung (kassenärztliche Vereinigung) mit der jeweiligen GKV über alle bei dieser Kasse Versicherten in dem Zeitraum ab. Der Patient hat keinen Einfluß auf die Art oder den Umfang der Behandlung. Die Behandlung erfolgt nach dem *Wirtschaftlichkeitsgebot. (*§12 SGB V). Der Privat Versicherte ist der direkte Vertragspartner des Arztes und kann den Umfang und die Dauer der Behandlung selbst bestimmen. Der Patient kann gezielt mit dem Arzt die für ihn optimalen Therapien besprechen und festlegen. Im Idealfall setzt dies voraus, daß der Arzt sich als Dienstleister für den Patienten sieht.

Finanzierungsart

Umlageverfahren

Kapitaldeckungverfahren

Die eingenommenen Beiträge werden für die aktuell anfallenden Kosten verwendet, ohne daß Rücklagen für die Zukunft gebildet werden. Aus den zu erwartenden Leistungsausgaben und der Bruttolohnsumme wird ein prozentualer Beitragssatz von der Krankenkasse ermittelt, von dem sie annimmt, daß er zur Deckung der im Jahr laufenden Kosten ausreicht. Betrachtungszeitraum ist meistens ein Jahr oder kürzer. Die gesamten eingenommenen Beiträge stehen dann für die Leistungsausgaben zur Verfügung, unabhängig davon, wieviel der Einzelne eingezahlt hat. Der Beitrag für einen Versicherten wird berechnet aus den für die gesamte Laufzeit zu erwartenden Kosten, d.h. es werden zum Zeitpunkt des Eintritts eines Versicherten vorausschauend die gesamten über die Lebenserwartung auflaufenden Kosten in einen durchschnittlichen Beitrag für die Krankenversicherung umgerechnet. Die in jungen Jahren über den Leistungsausgaben eingenommen Beiträge dienen zur Finanzierung der höheren Ausgaben im Alter. Der Idealfall ist, wenn sich die Lebenserwartung nicht ändert und die Kosten nicht steigen, dann ist der kalkulierte Beitrag über das gesamte Leben konstant.

Beitragsstabilität

Die Beitragssatzentwicklung hängt im wesentlichen von zwei Faktoren ab: vom Verhältnis zwischen jungen und alten Beitragszahlern, aber auch vom Verhältnis zwischen sozialversicherungspflichtigen und den nicht sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. So hat in den Jahren 1950-1970 der Anteil der sozial versicherungspflichtig Beschäftigten ständig zugenommen und zu relativ stabilen Beiträgen in der GKV geführt. Seit Anfang der 90er Jahre nimmt dieser Anteil ständig ab und führt dadurch zu stark steigenden Beitragssätzen und fortlaufenden Leistungskürzungen. Da sich diese Tendenz in absehbarer Zukunft nicht zu ändern scheint, ist in der GKV weiterhin mit Leistungskürzungen und steigenden Beiträgen zu rechnen Der Beitrag in der PKV wird im Alterungsdeckungsrücklagen Verfahren gebildet. D.h. es werden für jeden Versicherten die zu erwartenden Kosten für seine gesamte Lebenserwartung berechnet. Falls es keine Kostensteigerung durch Inflation oder medizinischen Fortschritt gibt und die Lebenserwartung sich nicht verändert, ist der Beitrag für die gesamte Versicherungsdauer konstant. Dies tritt in der Realität natürlich nicht ein, da es eine steigende Lebenserwartung und steigende medizinische Kosten gibt. Wichtig ist zu wissen, daß die Beitragsberechnung unabhängig von dem Verhältnis von jungen und alten Versicherten ist, da jeder Versicherte im Laufe seines Lebens die durchschnittlichen Kosten, die er verursacht als Beitrag einzahlt.

Beitragskalkulation

prozentual vom Einkommen

indviduell Risikogerecht

Ausschließlich einkommensabhängig. Prozentualer Anteil entsprechend Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze für Pflichtversicherte. Für Freiwilligversicherte dadurch ein % geringerer Beitrag als die weniger verdienenden Pflichtversicherten. Kein Einfluß des Versicherten auf die Beitragshöhe. Entsprechend Alter, Geschlecht,Gesundheitszustand und Tarif (Äquivalenzprinzip) beim Eintritt in die Versicherung. Beim Bestehen der Versicherung sind alle Anpassungen immer unabhängig vom erreichten Alter oder aktuellen Gesundheitszustand des Versicherten. Der Versicherte kann durch Selbstbeteiligungen oder Tarifwechsel seine Beitragshöhe beeinflussen. Beitragsreduktion durch Beitragsrückerstattung kann individuell beeinflußt werden.

Leistungsumfang

Behandlung im Rahmen der "wirtschaftlichen Behandlungs- und Verordnungsweise " durch Ärzte und Zahnärzte, soweit sie zur Kassenpraxis zugelassen sind, in der Regel gegen Vorlage einer Krankenversicherungskarte. Heilpraktiker sind nicht zugelassen. Behandlung als Privatpatient durch alle niedergelassenen Ärzte, Chefärzte, Zahnärzte, ggf. auch durch Heilpraktiker. Wechsel jederzeit ohne Überweisung möglich. Erstattung auch unbezahlter Honorarrechnungen durch das PKV-Unternehmen möglich. Je nach Tarif weltweite Inanspruchnahme von Spezialisten möglich.

Kündigungsfristen

Pflichtversicherte können immer mit einer Frist von 2 Monaten die Kasse kündigen, wenn sie bereits 18 Monate in der Kasse waren. Ausnahme: die Kasse erhöht die Beiträge; dann besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht innerhalb eines Monats zum übernächsten Monat.Die freiwillige Mitgliedschaft in der GKV endet mit Ablauf des übernächsten Kalendermonats, gerechnet von dem Monat an, in dem das Mitglied den Austritt erklärt. Spätestens drei Monate vor Ablauf des Versicherungs-/ Kalenderjahres (je nach Gesellschaft und Tarif). Die Kündigungsfristen PKV sind teilweise unterschiedlich. Außerordentliches Kündigungsrecht z.B. bei Eintritt der Versicherungspflicht oder Erhöhung der Beiträge, Wegzug aus dem Tätigkeitsbereich der Versicherung (muß innerhalb von 2 Monaten nach Eintritt des Ereignisses der Versicherung mitgeteilt werden, sonst normale Fristen). Die Privatversicherer verzichten auf ihr ordentliches Kündigungsrecht, d.h. der Vertag kann seitens der Versicherung nur gekündigt werden, wenn z.b. keine Beiträge gezahlt werden oder Versicherungsbetrug begangen wird.

Geltungsbereich

Geltung im Inland und Ländern mit Sozialversicherungsabkommen. Keine Erstattung der Kosten bei Behandlung in anderen Ländern. Ausnahmen nur in Härtefällen, sonst private Reisekrankenversicherung notwendig. Keine Finanzierung des Rücktransportes. Unbegrenzte Geltung in Europa - ohne zeitliche Begrenzung, bei vielen Gesellschaften Weltgeltung ohne Zuschlag möglich, je nach Tarif und Leistungsumfang.

Beitragsrückerstattung

In der Regel nicht möglich. Bei einigen GKV zur Zeit als Modellversuch. Je nach Gesellschaft und Tarif - wenn keine Leistungen oder nur bestimmte Vorsorgeleistungen in Anspruch genommen werden - bis zu 7 Monatsbeiträge auf die Beiträge zum Ambulant- und/oder Zahntarif

Ende der Versicherung durch Zahlungsverzug

Erlöschen der freiwilligen Mitgliedschaft bei zweimonatiger Nichtzahlung der Beiträge. Erlöschen der Leistungspflicht des Versicherers bei zweimonatiger Nichtzahlung der Beiträge. Dann hat der Versicherer bei fortgesetztem Zahlungsverzug ein Recht, den Vertrag außerordentlich zu kündigen.
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