PKV Krankenkassen Vergleich PKV Vergleich PKV Krankenkassen

Leistungskürzungen in der GKV seit 1977

Leistungskürzungen in der Gesetzlichen Krankenkasse im Vergleich zur Privaten Krankenversicherung

 

Gesetzliche Krankenkasse

Private Krankenversicherung

1977

1. Kostendämpfungsgesetz: Anstelle der Rezeptblattgebühr in Höhe von 20% der Kosten der verordneten Arznei-, Heil- oder Hilfsmittel (maximal € 1,28 pro Rezept) Einführung einer Zuzahlung von € 0,51 pro Verordnung. Einschränkung der Härteregelung - Rentner, Schwerbehinderte und Bezieher von Kranken - oder Übergangsgeld sind nicht mehr von Zuzahlungen befreit.

Die bisher mögliche volle Übernahme der Zahnersatzkosten durch die Kassen wird auf 80% der Gesamtkosten begrenzt, die Eigenbeteiligung mithin auf 20% erhöht.

Bei kieferorthopädischer Behandlung wird eine Eigenbeteiligung in der Krankenversicherung von bis zu 20% eingeführt.

Einführung einer Eigenbeteiligung an krankheitsbedingten Fahrtkosten in Höhe von € 1,79 je Fahrt.

Einschränkung der beitragsfreien Familienmitversicherung.

Keine Änderung, da die Leistungen vertraglich zugesichert sind
1982

2. Kostendämpfungsgesetz: Die Zuzahlung von € 0,51 pro Verordnung (für Personen ab vollendetem 16. Lebensjahr) wird erhöht auf € 0,77 für Arznei- und Verbandmittel, € 2,05 für Heilmittel und Brillen.

Für Versicherte, die das 14. Lebensjahr vollendet haben, wird der Anspruch auf Versorgung mit Brillen eingeschränkt: bei gleichbleibender Sehfähigkeit frühestens alle drei Jahre.

1982 Erhöhung der Zuzahlung bei Zahnersatz/Zahnkronen durch Umgestaltung der Zuschussregelung: das Zahnarzthonorar trägt die Kasse voll, von den Material-/ Fertigungskosten übernimmt sie 60%. Versicherte müssen also 40% der zahntechnischen Leistungen zuzahlen.

Erhöhung der Eigenbeteiligung an den Fahrtkosten von € 1,79 auf € 2,56 je Fahrt.

Die stationäre Verweildauer bei normaler Entbindung wird auf 6 Tage (vorher: 10 Tage) eingeschränkt.

Keine Änderung, da die PKV Leistungen vertraglich zugesichert sind
1983 1. Haushaltsbegleitgesetz: Die Zuzahlung von € 0,77 pro Verordnung (Arznei - und Ver- bandmittel) wird erhöht auf € 1,02. Einführung einer Zuzahlungspflicht bei Krankenhausbehandlung in Höhe von € 2,56 pro Tag für maximal 14 Tage je Kalenderjahr. Für die Kuren der Kranken - und Rentenversicherung wird eine Zuzahlung von € 5,11 pro Tag eingeführt - für maximal 30 Tage im Kalenderjahr. Bagatell-Arzneimittel werden aus dem Leistungskatalog der GKV gestrichen ( Arzneimittel gegen Erkältungskrankheiten, Reisekrankheit, Mund- und Rachentherapeutika, Abführmittel). Keine Änderung, da die Leistungen vertraglich zugesichert sind
1984 2. Haushaltsbegleitgesetz: Stärkere Einbeziehung von Einmalzahlungen des Arbeitgebers (Weihnachtsgeld, zusätzliches Urlaubsgeld) in die Beitragspflicht. Einbeziehung des Krankengeldes in die Beitragspflicht zur Renten- und Arbeitslosenversicherung (der Beitrag wird hälftig vom Kranken und der Krankenkasse gezahlt). Kürzung der jährlichen Anpassung des Krankengeldes durch Aktualisierung (Anbindung an Entgeltentwicklung im Vorjahr). Keine Änderung, da die Leistungen vertraglich zugesichert sind
1989 Gesundheitsreformgesetz: Einführung von Festbeträgen und Erhöhung der Zuzahlungen für Arzneimittel ohne Festbetrag. Zuschuß für Brillengestelle € 10,23, Gläser nur bei Veränderung um 0,5 Dioptrien. Zahnersatz Kürzung auf 40% bis max. 65% (bei regelmäßiger Prophylaxe = Bonusheft). Sterbegeld wird für Neumitglieder gestrichen, Bestand Kürzung. Keine Leistungen mehr für Fahrtkosten zur ambulanten Behandlung, nur Rettungsfahrten, zur stationären Behandlung € 10,23 Eigenanteil. Keine Erstattung von ausländischen Arztrechnungen. Keine Änderung, da die Leistungen vertraglich zugesichert sind
1993

Gesundheitsreform: Zuzahlung von Arznei- und Verbandmitteln werden preisbezogen: bis € 15,34 = Zuzahlung € 1,53, bis € 25, 56 = Zuzahlung

€ 2,56, über € 25,56 = Zuzahlung € 3,58. Erhöhung der Zuzahlung bei Krankenhausaufenthalt auf € 5,62/Tag bis 14 Tage. Keine Leistung für Kieferorthopädie für Erwachsene. Keine Leistung für aus GKV-Sicht zahnmedizinisch umstrittene und unnötig aufwendige prothetische Leistungen (z.B. Brücke nur noch zum Ersatz von bis zu 3 Zähnen)

Keine Änderung, da die Leistungen vertraglich zugesichert sind
1994 Zuzahlung zu Arznei- Verbandsmitteln ist abhängig von der Packungsgröße: kleine Packung = € 2,05, mittlere = € 3,07, große = € 4,09. Erhöhungen der Zuzahlung bei Krankenhausaufenthalt auf € 6,14 /1 Tag bis 14 Tage. Keine Änderung, da die Leistungen vertraglich zugesichert sind
1997

Beitragsentlastungsgesetz:

Erhöhung der Zuzahlung zu Arznei- und Verbandmitteln auf:

  • kleine Packung = € 2,05,
  • mittlere= € 3,07,
  • große= € 4,09

Kein Zuschuss mehr zu Brillengestellen.

Erhöhung der Eigenbeteiligung bei Kuren: Alte Bundesländer € 12,78 /Tag, Neue Bundesländer € 10,23 /Tag, Regeldauer 3 Wochen, alle 4 Jahre.

Kürzung des Krankentagegeldes auf 70% bis max. 90% vom Nettoeinkommen.

Keine Zahnersatzleistungen mehr für Kinder und Jugendliche, die nach dem 31.12.1978 geboren sind (außer z.B. bei Unfällen).

Keine Änderung, da die Leistungen vertraglich zugesichert sind
1.7.1997 1. + 2. Neuordnungsgesetz: Erhöhung der Zuzahlungen bei Arzneimitteln je nach Packungsgröße € 4,60, € 5,62 oder € 6,65, Krankenhausaufenthalt € 8,69 (West) bzw. € 7,16 (Ost), Verbandmittel € 4,60, Fahrtkosten € 12,78, Heilmittel 15%, kleine Hilfsmittel 20%. Weitere Erhöhung der Zuzahlungen individuell je Krankenkasse bei Erhöhung des Beitragssatzes (+ 0,1 Prozentpunkt Beitragssatz = + € 0,51 bzw. 1% Punkt Erhöhung der Zuzahlungen). Zuzahlungsbeiträge werden ab 1.7.1999 entsprechend der Entwicklung der Bezugsgröße angepasst. Einführung eines Festzuschusses und Kostenerstattung für Zahnersatz, bis dahin Kürzung des Kassenzuschusses um 5 Prozentpunkte. Keine Änderung, da die Leistungen vertraglich zugesichert sind
1.1.1999 Solidaritätsstärkungsgesetz: Reduzierung der Zuzahlungen bei Arzneimitteln je nach Packungsgröße € 4,09, € 4,60 oder € 5,11. Abschaffung der Festzuschüsse, 50% Erstattung beim Zahnersatz. Streichung des Krankenhaus-notopfers. Keine Änderung, da die Leistungen vertraglich zugesichert sind
1.1.2000 Gesundheitsreform: Streichung medizinisch fragwürdiger Leistungen und Arzneimittel aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen. Zur Siche-rung der Qualität in der Arzneimittelversorgung soll eine Positivliste eingeführt werden. Stärkung der hausärztlichen Versorgung unter Beachtung der freien Arztwahl Stärkung der Patientenrechte und des Patientenschutzes. Vorrang von Rehabilitation vor Frühverrentung und Pflege. Bessere Zusammenarbeit von Hausärzten, Fachärzten und Krankenhäusern z.B. durch gemeinsame Nutzung teurer Medizintechnik. Verbesserung der Qualitäts-sicherung, Verbesserung der Gesundheitsbericht-erstattung, Neuordnung der ärztlichen und zahnärztlichen Vergütung sowie der Kranken-hausfinanzierung. Reform der ärztlichen Ausbildung und Überprüfung der Berufsbilder im Gesundheits-wesen. Einführung eines Globalbudgets für die Ausgaben der Krankenkassen.

Einführung des gesetzlichen Zuschlag von 10% zusätzlich zur Alterungsdeckungsrückstellung. Damit wird der Inflation im Gesundheitswesen Rechnung getragen, und der Versicherte hat jetzt bereits die Sicherheit einer stabilen Prämie.

2003

Beitragssicherungsgesetz: Kürzung des Sterbegeldes um 50%.

Weitere Rationierung: Verschärfung der Budgets für Arzthonorare und Krankenhäuser

 
1.1.2004

GKV-Modernisierungsgesetz: Einführung einer Praxisgebühr von € 10,- im Quartal beim Arzt und Zahnarzt. Wird ein Facharzt ohne Überweisung aufgesucht, sind immer € 10,- pro Arztbesuch zu zahlen. Bei ambulanter Notfallbehandlung im Krankenhaus sind ebenfalls € 10, - zu zahlen.

Zuzahlung von 10% des Preises zu Arznei-, Hilfs - und Verbandmitteln, mindestens jedoch € 5,- und maximal € 10,- pro Mittel.

Wird eine Soziotherapie oder eine Haushaltshilfe in Anspruch genommen, müssen 10% der täglichen Kosten (mindestens € 5,- und maximal € 10,- ) selbst gezahlt werden.

Bei der stationären Vorsorge und Rehabilitation sind je Tag € 10,- zuzuzahlen. Bei einer Anschlußheilbehandlung ist dieses auf 28 Tage begrenzt. Medizinische Rehabilitation für Mütter und Väter kostet täglich € 10,- Eigenbeteiligung ohne zeitliche Begrenzung. Die Zuzahlung im Krankenhaus wird auf € 10,- je Tag erhöht.

Seit 1.1. kann jeder GKV-Versicherte (also auch Pflichtmitglieder) Kostenerstattung wählen. An diese Entscheidung ist man 1 Jahr gebunden. Die Satzung der Krankenkasse regelt das Verfahren der Kostenerstattung. Der Versicherte muß immer in Vorleistung gehen. Die Behandlung erfolgt auf Privatvergütung, die Erstattung erfolgt jedoch nur nach Vertragssätzen.

Nach vorheriger Zustimmung der Krankenkasse ist bei Vorliegen sozialer oder medizinischer Gründe die Inanspruchnahme von Leistungserbringern, mit denen keine Vertragsbeziehungen bestehen, die aber zur Berufsgruppe möglicher Leistungs-erbringer gehören, möglich.

Keine Änderung, da die Leistungen vertraglich zugesichert sind

1.1.2004
2. SGB VI Änderungs-gesetz

- 1.1.2005

Der Zuschuß zur Pflegepflichtversicherung (PPV) entfällt, somit hat der Rentner den vollen Beitrag zur PPV zu zahlen.

Der Rentner zahlt ab 01.04.2004 nicht mehr den ermäßigten, sondern den allgemeinen Beitragssatz zur Krankenversicherung.

Aus beiden Regelungen ergibt sich eine Beitragserhöhung von bis zu 2% (je nach GKV).

0,25% Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegepflichtversicherung.

An die Stelle des bisherigen prozentualen Anteils der gesetzlichen Krankenkassen an den Kosten für Zahnersatz treten ab Januar 2005 befundbezogene Festzuschüsse. Befundbezogene Festzuschüsse stellen nicht auf die medizinische Versorgung im Einzelfall, sondern auf prothetische Regel-versorgungen bei bestimmten Befunden ab.

Arzneimittel–Festbeträge

Zum 1. Januar 2005 gelten Festbeträge für: Protonenpumpenhemmer (gegen Magenbe-schwerden), Statine (zur Cholesterinsenkung), Sartane (zur Blutdrucksenkung) und Triptane (gegen Migräne).

Ab 2005 gelten für Hilfsmittel wie orthopädische Einlagen, Hörgeräte, Kompressionsstrümpfe, Sehhilfen, Inkontinenzhilfen und Stoma-Artikel bundesweit einheitliche Festbeträge. Für Hilfsmittel beträgt die Zuzahlung grundsätzlich zehn Prozent, mindestens fünf Euro und höchstens zehn Euro. Bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln (z.B. Windeln bei Inkontinenz) ist eine Zuzahlung von zehn Prozent, höchstens jedoch zehn Euro für den Monatsbedarf zu leisten. Diese gesetzliche Zuzahlung ist auch bei Hilfsmitteln zu leisten, für die Festbeträge bestehen.

Keine Änderung, da die Leistungen vertraglich zugesichert sind
1.7.2005

Der Bundestag hat am 1.10.2004 das Gesetz zur "Anpassung der Finanzierung von Zahnersatz" verabschiedet. Das Gesetz ist nach der Gesetzesbegründung nicht zustimmungspflichtig durch den Bundesrat.

Ab 1.7.2005 ist vom Mitglied zusätzlich ein allein zu finanzierende Beitragssatz von 0,9% nicht für bestimmte Leistungen definiert worden und somit nicht zweckgebunden.

Keine Änderung, da die Leistungen vertraglich zugesichert sind
Zukunft

Die Problematik für die Zukunft der GKV-Versicherten ist klar: Es gibt in der GKV keine Leistungsstabilität.

Gesundheitsreform 2006 die Eckpunkte vom 12.Juli 2006

Vorschläge zur Gesundheitsreform

1. Gesetzliche Krankenkasse:

  • Kassen dürfen verschiedene Tarife anbieten
  • die Behandlung gegen Rechnung und Kostenerstattung soll erleichtert werden
  • gut wirtschaftende Kassen dürfen Beiträge zurückerstatten, umgekehrt können auch Zusatzbeiträge erhoben werden

2. Private Krankenversicherung:

  • Versicherte können künftig beim Wechsel zu einer anderen Privaten Krankenversicherung ihre Alterungsrückstellung mitnehmen
  • die Einkommensgrenze zur gesetzlichen Pflichtversicherung (in 2007 47 700 € jährlich) muß 3 Jahre lang durchgehend erreicht worden sein, ehe man zur Privaten Krankenversicherung wechseln darf.
  • die Privaten müssen Wechselwillige ohne Gesundheitsprüfung und altersunabhängig zu einem Basistarif aufnehmen

3. Ärzte

  • Haus- und Fachärzte sollen nicht mehr nach Punkten, sondern zu festen Geldsätzen honoriert werden. Arzt und Patient sollen sofort wissen, was die Behandlung gekostet hat

4. Apotheken und Pharmaindustrie :

  • Direkte Verhandlungen zwischen Kassen, Herstellern und Apotheken sollen für mehr Preiswettbewerb sorgen.
  • die Apotheken sollen dabei pro Jahr mindestens 500 Millionen € Arzneimittelkosten einsparen. Wenn sie dieses Ziel nicht erreichen, wird ihnen dieser Betrag von den Gesetzlichen Krankenkassen abegzogen.
Auch in Zukunft bleiben die vertraglich festgelegten Leistungen erhalten.
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