PKV Krankenkassen Vergleich PKV Vergleich PKV Krankenkassen

Neuer Basistarif Private Krankenversicherung

Gesundheitsreform mit dem neuen Basistarif ab 01.01.2009 in der Privaten Krankenversicherung

Zum 01.01.2009 sollen die Privaten Krankenversicherungen einen PKV-einheitlichen Basistarif einführen.

Die Merkmale des Basistarifs:

  • Leistungen nach Art und Höhe vergleichbar der Gesetzlichen Krankenversicherung
  • Kontrahierungszwang (Aufnahmezwang) bei Risikoprüfung, Risikozuschläge dürfen erhoben werden, der Gesamtbeitrag darf aber nicht den durchschnittlichen Höchstbeitrag der GKV überschreiten. Es darf keine Leistungsausschlüsse geben.
  • Wählbare Selbstbeteiligungsstufen von 300, 600, 900 und 1.200 EUR bei einer Mindestbindefrist von 3 Jahren
  • Tarifvarianten für beihilfekonforme Absicherungen (für Beamte, Beamtenanwärter, Richter etc.)
  • Prämien begrenzt auf:
    1. GKV-Höchstbeitrag
    2. bei Ehepaaren 150% GKV-Höchstbeitrag
    3. bei Hilfebedürftigen (z. B. Empfänger Arbeitslosengeld II) halbe Prämie. Der Träger der Grundsicherung (z. B. Arbeitsagentur) zahlt die Prämie in gleicher Höhe wie bei GKV-Versicherten Hilfebedürftigen.
  • Bildung von Alterungsrückstellungen (Kapitaldeckungsverfahren)

Aufnahmevoraussetzungen zum Basistarif:

  • Alle freiwilligen Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherungen können innerhalb von 6 Monaten ab Einführung des Basistarifs oder Beginn der freiwilligen GKV-Mitgliedschaft den Basistarif wählen.
  • Alle Personen ohne Krankenversicherung, die in der PKV versichert waren.
  • Alle Personen, die nie krankenversichert waren und GKV frei sind (z. B. Beamte, hauptberuflich Selbständige, versicherungsfreie Arbeitnehmer).
  • Ausnahmen:
    Unternehmen, die einen Vertrag wegen arglistiger Täuschung oder vorsätzlicher Verletzung vorvertraglicher Anzeigepflichten beendet haben, sind bei dieser Person nicht zum Abschluss verpflichtet.

Die Details für die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zum Basistarif bestimmt der PKV Verband mit Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin). Die Prämien werden verbandseinheitlich in Abhängigkeit von Eintrittsalter und Geschlecht kalkuliert. Beitragsunterschiede ergeben sich nur durch unter nehmensindividuelle Kosten und Anlageerfolge.

Der PKV Verband ist verpflichtet ein Ausgleichssystem für die Umlageelemente des Basistarifs einzurichten. Risikozuschläge und Leistungsausschlüsse, die im Basistarif nicht vom einzelnen Versicherungsnehmer erhoben werden können, sind auf alle Tarifversicherten im Basistarif zu verteilen. Soweit für den einzelnen Versicherungsnehmer die Prämie im Basistarif über der gesetzlich bestimmten Höchstprämie liegt, ist der Kappungsteil auf alle Personen in der Krankheitskostenvollversicherung umzulegen.

Arbeitgeberzuschuß für Versicherte Arbeitnehmer in der Privaten Krankenversicherung:

Nur wenn ein PKV Unternehmen den Basistarif anbietet, können Arbeitnehmer von ihren Arbeitgebern einen Arbeitgeberzuschuss zu ihrer substitutiven Privaten Krankenversicherung beanspruchen. Substitutiv bedeutet, die Private Krankenversicherung ist geeig net, die Mitgliedschaft bei der Gesetzlichen Krankenversicherung ganz oder teilweise zu ersetzen.

Der Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuß beträgt unverändert die Hälfte aus allgemeinen Beitragssatz multipliziert mit den fiktiven GKV-beitragspflichtigen Einnahmen (Brutto, maximal Beitragsbemessungsgrenze), aber nicht mehr als die Hälfte des zu zahlenden den PKV Beitrags.

Bei den Qualitätsanforderungen, die die Private Krankenversicherungen als Voraussetzung für den Anspruch auf einen Arbeitgeberzuschuß erfüllen muss, wird nur der Basistarif gegen den Standardtarif ausgetauscht. Im Übrigen ändert sich nichts an der Berechnung der Höhe des Arbeitgeberzuschußes.

Tarifwechsel aus dem Basistarif in einen höherwertigen Tarif:

Bei Abschluss des Basistarifes wurde eine Risikoprüfung durchgeführt. Ein eventuell ermittelter Risikozuschlag wird nun im Leistungsumfang des Basistarifs erhoben. Für Mehrleistungen gilt ein eventuell notwendiger Risikozuschlag oder Leistungsausschluß aus der Risikoprüfung zum Zeitpunkt des Tarifwechsels. Eine bestehende Alterungsrückstellung wird angerechnet.

Weiter Informationen finden Sie unter: Gesundheitsreform 2007, die 3 Jahres Frist für Angestellte beim Wechsel in die PKV, der neue Gesundheitsfonds in der GKV, höhere Beiträge in den Gesetzlichen Krankenversicherungen ab 2007, erweiterte Krankenversicherungspflicht und Erstattung von Arzneimitteln.

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